Seelsorge


Käthe Schultz (Dez. 2008)


Was Abhängigkeit bedeutet - Der Weg in die Abhängigkeit

Warum wird jemand süchtig? Bis heute ist es nicht gelungen, diese Frage in einer allgemein gültigen Form zu beantworten. Die Suchtpersönlichkeit, die Suchtfamilie, die Suchtursache - all das gibt es nicht. Immer sind es eine ganze Reihe von Faktoren, die in dem meist mehrere Jahre dauernden Prozess der Suchtentwicklung zusammenwirken. Warum jemand süchtig wurde, das lässt sich letztlich nur durch die intensive Auseinandersetzung mit der konkreten Lebensgeschichte der /des Betroffenen begreifen.
Beispielsweise können Menschen, die nicht lernen durften, ihre Gefühle offen auszudrücken, versucht sein, ihre ungeliebten Gefühle durch Suchtmittelmissbrauch zu betäuben. Auch belastende soziale und familiäre Situationen, wie Arbeitslosigkeit, Trennung von geliebten Menschen oder Eintönigkeit des Alltags, können den Weg zu Missbrauch und Sucht ebnen. Andere Betroffene mussten in ihrer Kindheit traumatische Erfahrungen wie die des sexuellen Missbrauchs und anderer Gewalt machen, die sie nicht verarbeiten konnten. Spass in der Gruppe, Leichtsinn und die Suche nach neuen Erlebnissen stehen auf der anderen Seite der Skala.
Anfangs ist der Griff zum (späteren) Suchtmittel ein Erfolg: Je nach Wirkungsweise des Mittels (und persönlicher Verfassung) fühlt man sich erleichtert und entlastet, zum ersten Mal seit langem wieder richtig entspannt, ist "gut drauf", gehört dazu. Der Alltag rückt in weite Ferne. Vielleicht erlebt man Gefühle und Stimmungen, die man niemals für möglich gehalten hätte. So oder so. Man fühlt sich besser als vorher.
Wer erst einmal gelernt hat, Stimmungen und Gefühle mit Hilfe des (späteren) Suchtmittels zu steuern, gerät leicht in Versuchung, dies immer häufiger zu tun. Doch der positive Effekt verfliegt in der Folgezeit immer
rascher und die Fähigkeit, auf die persönlichen Schwierigkeiten angemessen zu reagieren, nimmt weiter ab. Der zugrunde liegende seelische Mangel weitet sich aus. Hinzu kommt das schale Gefühl, sich falsch zu verhalten. Der Wunsch, das Mittel zu konsumieren, ist allerdings bereits so stark geworden, dass es immer häufiger und aus völlig unterschiedlichen "Gründen" missbraucht wird - zunächst immer noch in der trügerischen Hoffnung, Wohlbefinden zu erreichen. Schließlich wird der Versuch, durch ein immer Mehr des ungeeigneten Mittels eine bessere Wirkung zu erreichen, zum Verhängnis.
(wird fortgesetzt)

Möchten Sie mit mir einmal reden, dann rufen Sie mich einfach an unter der Telefon-Nr. 040 / 350 73 267 (Anrufbeantworter) oder Handy 01577 / 321 47 41.

Käthe Schulz




Erste Hilfe bei juristischen und
psychischen Problemen

Die Friedenskirche möchte Ihnen zwei neue Angebote machen.






Hilfe in juristischen Problemen

Sie würden gerne mal mit einem Rechtsanwalt über eine Angelegenheit reden, um herauszufinden, wie Sie sich am günstigsten verhalten können oder wie eine bestimmte rechtliche Situation tatsächlich einzuordnen ist. Sie haben aber die Sorge, dass Sie sich einen Anwalt nicht leisten können oder er Sie letztlich mehr kostet als er Ihnen nützt. Unsere Gemeinde hat das Angebot eines erfahrenen Rechtsanwalts bekommen, Sie in solchen Situationen ehrenamtlich, also für Sie kostenlos und unverbindlich zu beraten. Sie müssen dazu nicht Mitglied der Friedenskirche sein.
Hilfe bei psychischen Problemen
Sie würden gerne einmal mit einem Therapeuten über Ihre Situation oder die Nöte Ihrer Kinder oder von anderen Angehörigen reden, bzw. Sie fragen sich, ob eine Therapie Ihnen helfen könnte. Sie können aber unter Umständen gar nicht abschätzen, was wirklich mit Ihnen los ist, bzw. Sie fürchten, sich eine Behandlung nicht leisten zu können. Unsere Gemeinde hat das Angebot einer erfahrenen Therapeutin bekommen, Sie in solchen Situationen ehrenamtlich, also für Sie kostenlos und unverbindlich zu beraten. Sie müssen dazu nicht Mitglied der Friedenskirche sein.

Bitte melden Sie sich bei Bedarf an unser Kirchenbüro oder die Pastoren, wir arrangieren dann für Sie einen Termin.




30 Jahre Drogenhilfe
30 Jahre Zentren für Seelsorge und Diakonie
30 Jahre christliche Therapie und Nachsorge

In einer Zeit, in der der Konsum von Drogen noch als vorübergehende Zeiterscheinung kleiner Gruppen heruntergespielt wurde, entstand unsere Drogenarbeit als eine der ersten in Deutschland.
*Ab 1970 waren wir tätig in Streetwork und Teestubenarbeit in Frankfurt und Hamburg
Daraus entstand:
* 1978 das Zentrum für Therapeutische Seelsorge und Diakonie, der Verein Lebenswende mit seinen Häusern Haus Metanoia und Haus Falkenstein in Frankfurt am Mein und Haus Dynamis im Hamburg.
Sehr bald erkannten die Verantwortlichen, dass nach Abschluss der Therapie eine Zeit Betreutes Wohnen, d. h. Hineinbegleitung in Arbeitswelt, christliche Gemeinde und soziale Kontakte, unabdingbar war. Es entstand die Nachsorgearbeit.
Ein wichtiger Auftrag unserer Drogenhilfe ist die Aufklärung:
  • Wenn Sie uns einmal persönlich kennen lernen möchten
  • Wenn Sie jungen Menschen (Konfirmanden, Jugendgruppen, Teens) einmal von Ehemaligen sagen lassen wollen, wohin Drogen führen
  • Wenn Sie das Thema in die Schulen bringen möchten
  • Wenn Eltern oder Großeltern über Erkennen und Umgang mit Sucht etwas wissen möchten
  • Oder wenn Sie einfach Interesse an unserer Arbeit haben

Dann
Nehmen Sie doch Kontakt mit uns auf
Oder
Laden Sie uns in ihre Gemeinde oder Gruppe ein


Wir freuen uns darauf, von Ihnen zu hören
Ihre
Lebenswende e.V.
Drogenhilfe
Tel.: 869844 / e-Mail: lebenswendehh@online.de
www.lebenswende-drogenhilfe.de

Für ein seelsorgerliches Gespräch stehen Ihnen die beiden Pastoren Dietrich und Hagge gerne zur Verfügung. Bitte nehmen Sie Kontakt auf!


 

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