Familienfreizeit

„Heimat“ – Rückschau auf die Familienfreizeit 2016

„Wo du hingehst, da will auch ich hingehen, dein Gott ist auch mein Gott“ (Ruth 1,16-17). In der Bibel verließ Ruth ihre Heimat, um ihre Schwiegermutter Noemi in deren Herkunftsland zurück zu begleiten. Auch die Familien der evangelischen
Friedenskirche Jenfeld verließen vom 14. bis zum 17. Oktober ihre räumliche
Heimat in Hamburg, um an die Ostsee nach Schönhagen zu fahren. Dort fand
nämlich die jährliche Familienfreizeit der Gemeinde statt.

Familienfreizeit 2016

In der globalen Welt ist der Mensch herausgefordert, da wo er gerade wohnt eine
Heimat zu haben. Wie unterschiedlich die Definition davon sein kann, zeigte sich
gleich am ersten Abend, als jeder der TeilnehmerInnen einen Gegenstand mitbringen sollte, der dies symbolisiert. Ein Mädchen hatte ihr Kissen, mit dem aufgedruckten Bild ihres Meerschweinchens dabei. Eine Mutter wiederum hatte nichts mitgebracht.

Für sie ist Heimat dort, wo ihre Familie ist. Würden wir Noemi und Ruth aus dem
Alten Testament in der Bibel fragen, dann würden sie uns vielleicht ähnlich
antworten. Anhand deren Beispiel wurde in den folgenden Tagen über den Begriff
Heimat nachgedacht.

Nach dem Mittagessen ging es meistens direkt nach draußen, ob ans Meer oder an den Bolzplatz - genügend Möglichkeiten sich zu bewegen waren geboten. Als
gemütliche Alternative konnte sich bei Café und Kuchen über Gott und die Welt
ausgetauscht werden. Beim Drachenbauen konnte sich jede Familie als Gewinner
feiern und beim Bernsteinsammeln große und kleine Schätze entdecken. Die Gute-
Nacht-Geschichte rundete für die Kleinen den Tag ab, bevor es ins Bett ging. Für die Großen ging es mit dem Abendprogramm weiter.

Der Heimatabend am Samstag wurde von den aus dem Iran und Afghanistan
stammenden TeilnehmerInnen organisiert. Es wurden orientalische Snacks serviert, die Hüften geschwungen und zum Abschluss die Geschichte einer Geflüchteten erzählt. So konnten auch die anderen Familien ein bisschen die Heimat der Iraner und Afghanen kennenlernen.

Wie Noemi in der Geschichte von Ruth Schwierigkeiten hatte, Gottes Plan zu
erkennen, fällt es auch uns Menschen manchmal schwer, Gottes Führung in
unserem Leben zu sehen. Aber jeder Christ darf sich seiner Heimat bei Gott gewiss sein. Das ist was auch als Gemeinschaft gelebt und erlebt werden kann. Dabei ist es unwichtig, aus welcher weltlichen Heimat jede/r stammt.
In einem Kinderlied heißt es: Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen.
Genau das ist uns auf dieser Familienfreizeit miteinander gelungen. Wir konnten
Mauern der Sprache durch Gemeinschaft einreißen, andere Menschen und ihre
Heimat ein Stück weit kennen lernen, aber auch einfach mal zur Ruhe kommen und genießen.

Wir freuen uns schon auf die nächste Freizeit vom 20-23.10.2017 auf dem Koppelsberg in Plön. 

Rückschau auf die Familienfreizeit 2015

Ich habe seit zwei Jahren das erste Mal wieder gelacht.

Familienfreizeit 2015Überwältigt kamen wir in diesem Jahr von unserer viertägigen Familienfreizeit der Friedenskirche Jenfeld im Schloss Dreilützow aus Mecklenburg-Vorpommern zurück.

Familienfreizeit 2015Mit 80 großen und kleinen Leuten haben wir hier ein Miteinander leben können, das alle Sprachbarrieren überwunden hat, obwohl wir 30 Flüchtlinge dabei hatten, die nur gebrochen Deutsch sprechen konnten. Ob bei einer Traktorfahrt nach Hülseburg, bei einem internationalen Liederabend, bei gemeinsamen Ritterspielen, beim Stockbrotgrillen oder bei ausgelassenem Tanz haben wir lachende Menschen erlebt, die für kurze Zeit ihre schwere Vergangenheit hinter sich lassen konnten.

So erzählte am Samstag ein Mann: „Meine Frau kam gestern Abend zu mir und meinte, dass sie das erste Mal seit zwei Jahren wieder aus ganzem Herzen lachen konnte.“ Durch die Begegnungen auf unserer Familienfreizeit sind Freundschaften entstanden und wir freuen uns auf zukünftig gemeinsame Wege zwischen uns Deutschen und unseren ausländischen Freunden.

Rückschau Familienfreizeit 2014

Raus aus dem Alltag

Familienfreizeit 2014 - im WattVier Tage lang raus aus dem Alltag, raus aus Hamburg, neue Menschen kennen lernen und das einmalige Watt in St.Peter-Ording erkunden – das war rund 90 Leuten aus der Friedenskirche Jenfeld in den Herbstferien auf der diesjährigen Familienfreizeit möglich. Mit dabei waren erstmals nicht nur Familien mit kleineren Kindern, sondern auch 10 iranische Geschwister und 15 Jugendliche, die unsere Gemeinschaft bereichert haben.

Auf dem Programm standen neben Wattwanderung, Bastel- und Spielprogramm und einem großen Familienfreizeit 2014 - SandburgSandburgenbauwettbewerb am Strand auch Themeneinheiten mit unserem Pastor Thies Hagge, der das Thema „Wer bin ich?“ beleuchtet und zum Nachdenken eingeladen hat. Für wen halte ich mich? Wie sieht mein Lebensbaum aus? Wo bin ich verwurzelt? Was will ich erreichen? Weiß ich, dass Gott mich liebt? Das sind viele Fragen, die uns auch im Alltag noch begleiten und herausfordern werden.

Wie gut, dass wir im Familiengottesdienst nochmals jeder konkret zugesprochen bekommen haben, dass Gott jeden einzelnen kennt, ihn bei seinem Namen ruft und ihn liebt.

 

 
Friedenskirche Jenfeld
Görlitzer Straße 12, 22045 Hamburg

 

Pastor Hagge
Pastor Hagge

 

Pastor Dietrich
Pastor Dietrich

 

Tageslosung:

Die dein Heil lieben, lass allewege sagen: Der HERR sei hoch gelobt!
Psalm 40,17

Jesus sprach: Zachäus, steig eilend herunter; denn ich muss heute in deinem Haus einkehren. Und er stieg eilend herunter und nahm ihn auf mit Freuden.
Lukas 19,5-6